Deutschlandtour 2022

Woche 1: 26.08. - 05.09.

 

Die unsicheren pandemischen Zeiten liesen uns auch dieses Jahr wieder kurzfristi umplanen. Anstatt, wie eigentlich geplant wiedereinmal nach Frankreich, erarbeiteten wir uns kurzfristich eine Ersatztour und blieben in Deutschland. Zu endtecken gibt es natürlich auch in unseren Landen genug.

 

Wir starteten am Freitag den 26.08. gegen 13:00 Uhr nach Görlitz. Im voraus hatte ich mir den Großparkplatz in der Nähe der Polizei als Übernachtungsplatz ausgesucht. Dieser befindet sich unweit der historischen Altstadt, die somit problemlos zu Fuß zu erreichen ist. Schon bei der Stadteinfahrt merkten wir durch entsprechende Plakatierungen das eine übliche Altstadtbesichtigung wohl ehr schwer durchzuführen sein wird, denn man feierte hier Stadtfest. Egal, wir machten uns nach Ankunft noch auf den Weg um die Stadt etwas zu erkunden, wovon uns etwas Regen auch nicht abhielt.


Stellplatz nahe des Polizei-Präsidiums

Wie schon vermutet wurde eine Besichtigung der schönen Altstadt durch das Altstadtfest stark beeinträchtigt, also verschwanden wir in den Darbietungen und Buden des Festes und wir lernden Ober-und Undermarkt halt im Trubel der Massen kennen. Eine Stadtrundfahrt sollte uns Morgen dann die Stadt näher bringen.

Nach einer nicht zu erwarteten sehr ruigen Nacht und der Stadtrundfahrt am nächsten Vormittag fuhren wir weiter. Das Tagesziel war Bad Muskau, die Stadt die durch ihren großen Sohn Hermann Pückler und dessen Parkanlagen berühmt wurden. Wie der Stadtname "Bad" schon aussagt endwickelte sich Muskau zu einem Kurbad mit sehr ausgeprägten Parkanlagen. 

 

 

Der SP liegt ideal am Rand der Stadt, so das man diese problemlos zu Fuß erreichen kann, wie auch den Bahnhof für die Schmalspurbahn. Also machten wir uns nach der Ankunft schon mal auf einen Erkundungsspaziergang. Eine Bahnfahrt war für Sonntag geplant, leider setzte sich der Dauerregen der Nacht aber auch am nächsten Tag fort was uns zum umplanen zwang. Also fuhren wir am Vormittag auf den PP des Kur -und -Schloßparkes. Endlich erbarmte sich auch das Wetter und der Regen wurde weniger, so dass ein Parkspaziergang möglich wurde. Die Abwechslung von Bepflanzung und Objekten macht den Park wirklich sehr abwechlungsreich. Ziel war natürlich das neue Schloss, welches im Jahr 1245 erstmals erwänt wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde natürlich viel daran herum gebaut, erweitert und geändert. Anfang 1945 viel es leider einer Brandstiftung zum Opfer und gerit danach leider lange in Vergessenheit. Erst in den Jahren 1996-2013 wurde der Wiederaufbau in Angriff genommen und was endstand ist äußerst sehenswert.

Gegen 13:00 Uhr fhren wir weiter. Auf dem Weg nach Luckau machten wir noch einen geplanten Zwischenstopp in Dissen.

 

 

Dissen ist ein kleines Dorf mit einer absoluten Besonderheit. Neben dem Heimat -und Freilichtmuseum ist es bekannt durch seine Massen an Storchnestern auf den Dächern. Natürlich waren diese bei unserem Besuch längst wieder unterwegs, bei aufmerksamen Gucken sieht man aber die Nester, nur eben leer. 

Das andere sehenswerte ist ein Slaven-Freiluftmuseum. Diese liebevolle Anlage gibt einen Einblick über die Lebens -und Wohnsituation in einer Slavensiedlung, die sich einst hier angesiedelt hatten. Wir hatten wiedereinmal Glück und eine Dame gab uns eine kostenlose Führung im angrenzenten Heimatmuseum.

 

 

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Nach unserem Stopp ereichten wir am späten Nachmittag Luckau, einer Kleinstadt in der brandenburgischen Niederlausitz. Bereiits 1276 wurde das damalige Dorf erstmals erwähnt. 1492 wr die Stadt eine der reichsten und wurde somit zu einer der vier Hauptstädte der Lausitz. Wir liesen den Tag diesmal am Platz ausklingen und begaben uns erst am Montag Vormittag zu einer Besichtigungstour durch die KLeinstadt. Stücke der 1800m langen Stadtmauer findet man bei einem ausführlichen Rundgang immer wieder. Ein wirklicher Höhepunkt ist die evangelische Kirche St.-Nikolai, eine gotische Hallenkirche mit einer fantastischen Innenausstattung. Was uns natürlich interessiert hatte war das Museum für Humor und Satire, allerdings wurde uns am Montag leider der Zutritt verwärt.

Nach unserem Rundgang fuhren wir weiter um etwas nördlicher dem Kloster Jerichow einen schon lange geplanten Besuch abzustatten. Seit dem Jahr 1148 befindet sich das Kloster an dieser Stelle und ist heute eine der kulturhistorichsten Stätte Sachsen-Anhalts.

 

 

 

Angrenzent an die Klosteranlage findet man einen ausgiebigen Klostergarten. Hier bekommt man Anregungen für Hochbeete und deren unterschiedlichste 

Bepflanzungen. Ein Heil -und Kräutergarten schließt sich an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur 15 km weiter und wir hatten unser Tagesziel erreicht, den SP in Tangermünde. Soviel im voraus, eine sensazionelle alte Stadt für die man sich einfach viel Zeit nehmen sollte. Wir erreichten den Ort in den späten Nachmittagsstunden und hatten einen Mordshunger. Natürlich hätten wir uns ja was zubereiten können, schließlich schleppt man ja alles mit. Wenn man aber zu faul ist bzw. eben Abend Essen gehen will, muss man auch mal einen knurenden Magen in Kauf nehmen. Also ging es nach dem einparken sofort in die Stadt. Die Lage des SP ist ideal, so das man innerhalb von wenigen Minuten den historischen Stadtkern erreicht hat. Gleich am Stadttor steht rechts eine ehemalige Kirche, die heute die "Zecherei St. Nikolei" beinhaltet und diese ist einen Besuch werd, begonnen von der Einrichtung bis hinn zu  den recht rustikal anmutenden Schankgehilfen (Bedienung).

 

 

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Nach dem ausführlichen Abendmahl ließen wir den Abend am Platz ausklingen. Am nächsten Morgen war es nach dem Frühstück Zeit sich das Städtchen genauer anzusehen. Natürlich hat man um diese Zeit die Stadt touristisch fast für sich allein, was sich unheimlich positiv anfühlt. 

Im Jahr 1009 wurde Tangermünde erstmals erwänt, die über Tanger und Elbe thronente Burg gehörte zum Grentburgensystem des 10. Jahrhunderts. Sie sollte in ihrer Geschichte manche bedeutende Herrscher beheimaten, was auch die entstehende Stadt reich werden lies. 

 

 

Bei einem aufmerksamen Stadtrundgang kann man mehr als historische Bauten endtecken. Alte Türen und Tore, die eine Betrachtung wert sind. 

 

 

 

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